Das richtige Etikett zur richtigen Flasche
Ein gut gestaltetes Etikett macht 80 % des Eindrucks aus, den dein Produkt im Regal hinterlässt. Aber Etiketten müssen auch technisch passen: zu klein wirkt verloren, zu groß wellt sich.
Standardformate (Rollenetiketten)
- 40 × 30 mm: Mini-Flaschen 20–50 ml (Spitzkorken-Likör, Probierflaschen)
- 50 × 30 mm: Kleine Marmeladengläser bis 200 ml
- 60 × 40 mm: Standard-Marmeladenglas 230 ml, Honig 250 g
- 70 × 50 mm: Mittelgroße Flaschen 250–500 ml
- 80 × 50 mm: Sirup-/Likörflaschen 500 ml, Honig 500 g
- 100 × 70 mm: 750 ml-Flaschen (Wein, Sekt, große Sirup)
- 120 × 90 mm: 1-Liter-Bügelflaschen
Faustregel
Etikettenhöhe = 30–50 % der Flaschenhöhe. Etikettenbreite = 60–75 % des Umfangs an der breitesten Stelle (für Rundetiketten).
Etiketten-Rechner
Miss die nutzbare, möglichst gerade Etikettierfläche am konkreten Artikel. Die folgenden Hinweise helfen bei der Einordnung:
→ Glasformen und Etikettierflächen einordnen
Materialwahl
- Papier matt/glänzend: Klassiker für Marmelade, Honig, Likör. Klebt gut, sieht handwerklich aus.
- No-Label-Look (transparent): Wirkt edel, das Glas bleibt sichtbar.
- Wasserfest: Pflicht für Flaschen, die im Kühlschrank oder Eiskübel landen.
- Naturpapier (kraft): Rustikaler Look für Bio- und Selbstgemacht-Produkte.
Häufige Fehler
- Zu groß gewählt: Etiketten wellen sich am Glasbauch. Lieber kleiner und gut platziert.
- Pflichtangaben vergessen: Bei Lebensmitteln EU-LMIV (Allergene, Nährwerte, MHD, Adresse). Bei Honig zusätzlich Honigverordnung.
- Falscher Klebstoff bei Spülmaschine: Standard-Etiketten lösen sich. Spülmaschinenfeste Etiketten (Polypropylen oder Acetatfolie) verwenden.